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Will man ein (Eisenbahn-)Netz möglichst übersichtlich beschreiben, bietet sich eine graphische Darstellung, eben eine Karte, an. Im Falle der Eisenbahn gibt es eine ganze Menge verschiedenartiger Karten. Angefangen beim Autoatlas der Eisenbahnstrecken enthält, über die Kursbuchkarte bis hin zu den Übersichtskarten der Eisenbahnverwaltungen. Der Historische Streckenatlas versucht den Spagat zwischen ersterer und letzterer Abart. Er will den Verlauf aller Eisenbahnstrecken auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland in ihrer richtigen Lage darstellen. Außerdem sollen aktuelle als auch längst aufgelassene Betriebsstellen dargestellt werden. Die Signatur wurde dabei von den alten Direktionskarten der Reichsbahn abgeschaut jedoch so weiterentwickelt, dass sie auch in der Lage ist, geschichtliche Veränderungen anzuzeigen.
Das Zeichnen einer Eisenbahnkarte stellt einige besondere Anforderungen an die zu verwendende Software, etwa mehrfache, parallele Linien, das ordentliche (winkeltreue) Ansetzen der Betriebsstellensymbole oder das Anbringen der vielen kleinen Querstriche bei elektrifizierten Strecken. Außerdem soll das alles natürlich auch noch schön aussehen.
Dafür benötigt man keine teure Spezialsoftware, wenn man nur bereit ist, ein wenig Komfort, nämlich eine graphische Oberfläche einzubüßen. Die Karten wurden mit MetaPost erstellt. Es ist dies Art Sprache, in der man PostScript-Grafiken 'programmieren' kann. MetaPost arbeitet dabei hauptsächlich mit Mathematik, also mit Gleichungen und dergleichen. Auch komplizierteste Ausgaben kann man mit ein wenig Vektorrechnung zusammenbasteln. Um die einzelnen Karten zu einem Gesamtwerk zusammenzufassen und ein wenig 'Schnickschnack' außenherum anzubringen, dient dann TeX. Mittels der üblichen Un*x-Werkzeuge wie make ist das Übersetzen der Quelldateien in den fertigen Atlas durchaus komfortabel zu erledigen.
Leider muss man einen solchen Abschnitt mit aufnehmen, aber wir halten ihn kurz. Der Atlas ist lizensiert nach der 'GNU Free Documentation License' (GFDL), ebenso alle Quelltexte, die für ihn geschrieben wurden. Die Lizenz bestimmt im Prinzip, dass jeder mit dem Atlas und den Quelltexten machen kann, was er will, außer ihn/sie unter einer anderen Lizenz zu veröffentlichen.
Den genauen Text der Lizenz kann man hier nachlesen: GNU Free Documentation License.
Natürlich enthält die Karte reichlich Fehler. Auch fehlen einige
Strecken und viele Betriebsstellen, insbesondere solche, die schon seit
langer Zeit nicht mehr existieren. Man möge mir zudem verzeihen, dass
ich mir nicht alle einschlägigen Fachbücher zulege oder auch nur
durchlese.
Vielmehr würde ich mich über die Mithilfe aller 'Wissenden' freuen.
Hinweise und Korrekturen aller Art sind willkommen, sei es die Korrektur
einer Kilometerangabe zu einer Betriebsstelle oder der Verlauf einer
Strecke (insbesondere die bereits abgebauten Strecken sind eher
geraten).
Alle Korrekturen, Hinweise und Kritik bitte an Martin Hoffmann <hn@nvnc.de> senden.
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Zuletzt geändert am 27. IV. 2004. |
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